Man erkennt die orange Rückwand des grossen Lifts des Wohnheims Mühlehalde und das Bedienelement für die Wahl der Stockwerke. Die Tasten für die Stockwerke A, B, C, D tragen grosse taktile Buchstaben, damit blinde und sehbehinderte Menschen diese ertasten können.

Wohnraum und Unterstützung für blinde und sehbehinderte Menschen

Seit ihrer Gründung 1979 setzt sich die Stiftung Mühlehalde in Zürich für blinde und sehbehinderte Menschen ein. Dazu führt sie das Wohnheim Mühlehalde und «Mobile – Begleitetes Wohnen». Stiftungsrat und Mitarbeitende engagieren sich für eine hohe Betreuungsqualität und stellen das Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt ihres Wirkens.

Entstanden aus einer Wohnungsnot

In den Siebzigerjahren wurden in Zürich zwei bestehende Blindenheime baufällig.

1979 entstand die Stiftung Mühlehalde, um neuen Wohnraum zu schaffen.
Bis in die Siebzigerjahre bestanden in Zürich das «Wohnheim Dankesberg» der Gesellschaft Blindenheim und der «Blinden-Leuchtturm», betrieben von der gleichnamigen Genossenschaft. Als diese Gebäude baufällig wurden, schlossen sich beide Organisationen zur Stiftung Mühlehalde zusammen. Diese Stiftung ist gemeinnützig sowie politisch und konfessionell neutral. Auf dem Areal des Wohnheims Dankesberg entstand das heutige Wohnheim. 1985 zogen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner ein.

Inklusion bringt Lebensqualität

Aus dem Stiftungszweck, Wohnraum zu schaffen, hat sich eine umfassendere Aufgabe entwickelt:blinden und sehbehinderten Menschen zu höherer Lebensqualität zu verhelfen.

In den vergangenen über dreissig Jahren hat sich einiges verändert. 

  • Senioren treten später in ein Heim ein und oft erst bei höherer Pflegebedürftigkeit.
  • Die Lebenserwartung nimmt zu. Je älter die Menschen werden, desto öfter sind sie von Sehbehinderung betroffen. 
  • Junge blinde oder sehbehinderte Menschen haben inzwischen mehr Möglichkeiten, sich zu integrieren. Die Wege sind aber steinig. 
     

Die Stiftung Mühlehalde hat ihr Auftragsverständnis diesen Entwicklungen angepasst. 

  • Das Wohnheim Mühlehalde hat seine gerontologische Kompetenz ausgebaut und bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern eine professionelle Pflege und Betreuung.
  • Unterstützungsangebote im Wohnheim verhelfen den sehbehinderten und blinden Bewohnerinnen und Bewohnern zu möglichst viel Selbständigkeit und Lebensqualität.
  • Für jüngere blinde oder sehbehinderte Menschen, die sich auf ein selbständiges, eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft vorbereiten wollen, ist das Angebot Mobile – Begleitetes Wohnen entstanden.  
     

Die Stiftung Mühlehalde in Zahlen

Alle Angaben beziehen sich auf den Stichtag 31.12. 2017.

  • Im Wohnheim Mühlehalde leben gegenwärtig 70 Bewohnerinnen und Bewohner. 20 von ihnen sind zwischen 60 und 80 Jahren alt, 50 sind älter als 80 Jahre. Von den 85 Mitarbeitenden (63,5 Vollzeitstellen) sind 45 in Pflege und Betreuung tätig, 26 in der Hotellerie und 8 in der Verwaltung. 
  • «Mobile – Begleitetes Wohnen» bietet 7 Wohnplätze. In die Betreuung teilen sich 6 Mitarbeitende (3,3 Vollzeitstellen).
  • Für beide Stiftungsbetriebe engagieren sich 82 freiwillig Mitarbeitende.

Mehr Details und die Jahresrechnung im aktuellen 

Jahresbericht 2017

Finanzbericht 2017

Jahresbericht 2016

Finanzbericht 2016

Finanzierung

Die Stiftung Mühlehalde ist gemeinnützig. Um ihre Kosten zu decken, ist sie auf Spenden angewiesen.

Das Wohnheim Mühlehalde und «Mobile – Begleitetes Wohnen» haben Leistungsverträge mit der öffentlichen Hand. Sie finanzieren ihren Aufwand aus Kostenbeiträgen des Kantons, der Wohngemeinden, der Invalidenversicherung und der Krankenkassen sowie aus Beiträgen der betreuten Personen.

  • Viele der spezifischen Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen sind durch die Betriebserträge nicht abgedeckt: wie etwa Investitionen, Renovationen, behindertenspezifische Dienstleistungen und rehabilitative Angebote.
  • Für den kostendeckenden Betrieb ist die Stiftung Mühlehalde deshalb auf Spenden angewiesen!

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